top of page
Suche

Ahnenforschung leicht gemacht - Teil 2

Schritt 1 – Sammeln und sichten von Daten


Jede Ahnenforschung startet mit der Sammlung der vorhandenen Unterlagen im näheren Umfeld ihrer Familie.


  • Fragen Sie Ihre Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern nach Dokumenten mit personenstandsbezogenen Daten (Geburtsdatum, Heiratsdatum, Sterbedatum und den jeweiligen Orten). Sehr hilfreich sind Ahnenpässe (Arier-Nachweise aus der NS-Zeit), Familienbücher, Totenbilder, Partezettel oder alte Briefe. Auch scheinbar unwichtige Dokumente können später im Kontext wichtige Hinweise liefern.

  • Befragen Sie die noch lebenden Familienmitglieder und lassen sie sich Geschichten und Anekdoten erzählen. Fragen Sie auch nach den Religionsbekenntnissen. Machen Sie sich dabei detaillierte Notizen zur Begebenheit, zum Zeitpunkt und zum Ort. Diese Informationen können später sehr hilfreich sein.

  • Sammeln und sichten Sie alte Familienfotos. Identifizieren Sie mit noch lebenden Verwandten die Personen auf den Bildern. Wenn alle Zeitzeugen gestorben sind, ist es praktisch unmöglich, die Personen zu identifizieren. Sinnvoll ist es, alle ausgeborgten Bilder einzuscannen und mit den Namen der abgebildeten Personen abzuspeichern.

  • Besuchen Sie die Friedhöfe, auf denen Ihre Vorfahren begraben sind. Auf älteren Grabsteinen sind viele nützliche Informationen enthalten. Machen Sie Fotos von den Grabstätten und vor allem von den Inschriften auf den Grabsteinen.


Jede Information ist ein Ansatzpunkt für Ihre weitere Forschung. Alles kann nützlich sein, mehr über die eigene Herkunft zu erfahren. Aber nicht alles, was in der Familie weitererzählt wurde, hält einer Überprüfung stand. Daher müssen alle Daten, außer den amtlichen Dokumenten, überprüft werden.

Sichten Sie nun die gesammelten Unterlagen nach mütterlicher und väterlicher Linie. Damit ist, wenn wir die Ahnenforschung mit dem Bau eines Hauses vergleichen, der Erdaushub geschafft.


Tragen sie nun die gesammelten Daten in eine Ahnentafel ein. Zu Beginn ihrer Forschung empfehlen wir Ihnen, unsere Vorlage zu nutzen. Diese können Sie kostenlos unter dem folgenden Link downloaden.


Im untersten Feld unseres Formblattes wird der eigene Name oder der Ausgangsperson (des Probanden) eingetragen. Der Vater ist die Nummer 2, die Mutter die Nummer 3. Jeweils der Vater hat die doppelte Nummer des Kindes und die Mutter hat die um 1 größere Zahl als der Vater. Diese Zuordnung wird in der Genealogie, der Ahnenforschung, Nummerierung nach Kekulé genannt.


In den nächsten Teilen der Serie beschäftigen wir uns mit der Erstellung ihrer Ahnentafel und der Recherche nach Ihren Vorfahren. Dazu erhalten Sie nützliche Tipps und wichtige Links für Ihre Suche.

14 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Ahnenforschung leicht gemacht - Teil 8

Hausforschung Sie wollten schon immer wissen, wie alt Ihr Haus ist? Welche Geschichten stecken hinter dem eigenen Haus? Gab es Brände? Warum musste es verkauft werden? Wann wurde es erbaut, wann wurde

Ahnenforschung leicht gemacht - Teil 6

Die Bedeutung der Familiennamen (Nachnamen) und ihre Entstehung Die Bildung der Familiennamen begann um circa 1000 nach Christus und endete mit einigen Ausnahmen ca. im 16. Jahrhundert. Durch die stet

Comments


bottom of page